Message to our folks

Message to Our Folks, Sibergelatine-prints, Baryt, 56 x 72 cm, 2016

Die in der Serie „Message to Our Folks“ ersichtlichen Objekte mögen auf den ersten Blick wie Überreste einer fremden Kultur erscheinen. Ihre Zeichenhaftigkeit, ihre vermeintliche Botschaft ist rätselhaft und auf Anhieb nicht dechiffrierbar. Der Ort an dem sie sich für einige Zeit befanden war von einem angrenzenden Weg gut einsehbar, wodurch sich für Passanten abgesehen von der Ungewissheit in Bezug auf deren Bedeutung auch die Frage nach deren Ursprung bzw. einer Urheberschaft stellte. Es zeigte sich, dass dabei der Spekulation keine Grenzen gesetzt sind, denn wie mir später zugetragen wurde, reichte die Bandbreite potentieller Urheber von spielenden Kindern bis hin zu außerirdischen Wesen. Nach ungefähr zehn Tagen währenddessen die Bauarbeiter die Existenz der eigenartigen Gebilde aus Überresten von geschnittenen Granitsteinen, die sie für die Gestaltung eines Platzes verwendeten geduldet hatten, waren diese dann offensichtlich doch irgendwann im Weg und mussten weichen. Was bleibt ist die fotografische Dokumentation dieses zeitlich beschränkten Ereignisses. Der Titel leitet sich vom gleichnamigen Album der Avantgarde Jazz-Combo „The Art Ensemble of Chicago“ ab. (SK)

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Although Stefan Klampfer’s series „Message to Our Folks“ (2016), the title of which is derived from a music album, might imply it, this work is not about the remains of a vanished culture. He built the sculptures on a construction site from the remnants of granite used there and then staged them in photographs. The workers left them standing for around ten days; speculations on the origins of the mysterious objects ranged from playing children to extraterrestrials.

(Text: CAMERA AUSTRIA international # 135/2016, Forum)